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Filmkritik: Benny & Joon (USA, 1993)

15.09.2009, Kommentare: 0, Themen: Medien

Seit dem Tod ihrer Eltern wohnt die psychisch kranke Joon bei ihrem Bruder Benny. Dieser kümmert sich liebevoll um seine Schwester. Als er kurz davor steht, mit Joon überfordert zu sein, empfiehlt die Psychologin die Einweisung in ein Heim. Doch Joon 'gewinnt' bei einem Pokerabend, sich um den Cousin von Bennys Freund - Sam - zu kümmern. Dieser ist fasziniert von der Welt des Films und kann andere Menschen mit seiner komödiantischen Art sehr begeistern...

Im weiteren Verlauf nähern sich Joon und Sam einander und entdecken ihre Liebe zueinander. Da Benny anfangs nicht mit dieser Annäherung einverstanden ist, versuchen die beiden mit dem Bus zu verreisen. Dabei erleidet Joon einen Zusammenbruch und überfordert Sam damit. Nachdem Joon in einem geschlossenen Heim landet, erkennt Benny seine Uneinsichtigkeit und schmiedet mit Sam den Plan, sie aus dem Heim zu befreien. Beflügelt von Sam's Liebe, wird Joon bestärkt, in eine eigene Wohnung zu ziehen und das Heim zu verlassen.

Mit sehr viel Gefühl, Melancholie und etwas Humor erzählt Regisseur Jeremiah S. Chechik eine Geschichte zweier psychisch Kranker, die ihre Zuneigung zueinander entdecken. Im Laufe der Geschichte deutet er den teilweise schwierigen Umgang mit psychisch kranken Menschen an. Es wird dabei deutlich, dass psychisch labile Menschen ganz natürliche Bedürfnisse und Gefühle haben, die sie auch ausleben möchten und müssen.
Johnny Depp, der für seine Rolle als Sam für den Golden Globe (Best Performance by an Actor in a Motion Picture - Musical Or Comedy) und den MTV Movie Award nominiert wurde, erinnert mit seiner Rolle an klassiche Figuren des Stummfilmkinos (z.B. Charlie Chaplin). Mary Stuart Masterson spielt ihre Rolle als Joon ebenfalls überzeugend. Julianne Moore, bekannt aus "Vergessene Welt: Jurassic Park" oder Magnolia, hat als Ruthie einen ihrer ersten Filmauftritte.

Benny & Joon bei MGM

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