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Gesundheitliche Auswirkungen hochfrequenter Strahlung

13.05.2009, Kommentare: 2, Themen: Gesundheit, Mobilfunk

Die Diskussion über eventuelle gesundheitliche Auswirkung der hochfrequenten Strahlung, im Weiteren auch Handystrahlung genannt, wird schon sehr lange geführt. Befürworter und Gegner des von vielen liebgewonnenen Handys diskutieren seit Jahren über mögliche Folgen. Beide Seiten glauben, Recht zu haben und beide Seiten legen regelmäßig Studien vor, die als Beweis dienen sollen.

Der Handynutzer selbst wird durch tausende Studien und Diskussionen immer wieder verwirrt und von einer Seite auf die andere gerissen. Viele Handynutzer machen sich dabei jedoch weniger Sorgen um ihre Gesundheit. Selbst bei einem Nachweis von schädigenden Einflüssen auf den Körper können sich 50% von 10.020 Befragten keinen Verzicht auf ihr Handy vorstellen. 30% der Befragten sind wegen der Handystrahlung zumindest besorgt. Vielleicht ist das auch der Grund, dass die Anzahl der Handynutzer 2006 leicht rückläufig war.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich der Aufgabe angenommen, etwas Klarheit in die Diskussionen zu bringen. Das BfS hat die Aufgabe, Mensch und Umwelt vor Auswirkungen verschiedene Strahlungsarten zu sorgen. Mit dem DMF (Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm)  untersucht das BfS die gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen. Das Programm wird vom Bundesumweltministerium und Mobilfunkbetreibern finanziert. Um ein neutrales und professionelles Urteil fällen zu können, wurden in mehreren Jahren viele alte Studien überprüft und ausgewertet, aber auch eigene durchgeführt. Wer sich für die Details interessiert, bekommt beim DMF ausführliche Informationen.
An dieser Stelle möchte ich nur die Ergebnisse kurz zusammenfassen:

  • kurzfristige schädigende Auswirkungen (Handybenutzung weniger als 10 Jahre) auf den Menschen sind derzeit nicht nachweisbar
  • Elektrosensibilität kann nicht objektiviert werden und war in mehrere Versuchen nicht nachweisbar
  • Es konnte keine Beeinträchtigung von Schlaf, kognitiver Leistungsfähigkeit oder Gedächtnis nachgewiesen werden
  • mögliche Langzeitwirkungen waren bei Tieren nicht feststellbar (Mehrgenerationsuntersuchungen)
  • Ein Zusammenhang mit Hirn- oder Augentumoren konnte bei einer Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren nicht festgestellt werden
  • Viele Studien zur Handystrahlung weisen Schwächen auf und können nicht bestätigt werden (http://www.bfs.de/de/elektro/papiere/Synopse_EMF.pdf)

Nach den Untersuchungen im DMF fehlen derzeit noch Erkenntnisse zu Langzeitfolgen (Nutzungsdauer > 10 Jahre) und zu den Auswirkungen auf den Körper von Kindern. Insgesamt zeigen die Untersuchungen, dass mit kurzfristigen Schäden nicht zu rechnen ist. Als Fazit empfiehlt das BfS jedoch, die auf den Körper einwirkende Strahlung weitestgehend zu minimieren und nur bei gutem Netz zu telefonieren, da die Sendeleistung des Handys dann geringer ist.

 Auch Quarks & Co (Dienstag, 19. Juni 2007, 21.00 - 21.45 Uhr) kommt 2007 nach der Untersuchung mehrerer Studien zu ähnlichen Ergebnissen. Es wird geäußert, dass 20% aller Studien besagen, dass Schäden möglich sind. Etwa 80% sehen keine Gefahr. Bei solchen Aussagen sei jedoch immer darauf zu achten, wer die Studie durchführt bzw. finanziert.

Fazit
Nach derzeitigem Kenntnisstand konnten keine gesundheitlichen Auswirkungen durch Mobilfunkstrahlung nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis ist jedoch kein Beweis dafür, dass es keine Auswirkungen gibt. Man sollte der drahtlosen Vernetzung unserer Welt also noch mit Vorsicht entgegentreten. Gerade die hohe, und noch wachsende, Anzahl der verschiedenen Strahlungsarten, die in unserer Umgebung zusammenkommen, kann vielleicht noch zu unerwarteten Reaktionen führen. Der Empfehlung des BfS, die Strahlung weitestgehend zu minimieren, sollte man also folgen. Das gilt besonders für unsere Kinder.
Auch ein französischer Bürgermeister hat entsprechend reagiert als in der Nähe einer Schule eine Mobilfunkmast aufgestellt wurde. Er hat die Schule geschlossen und die Kinder als Vorsichtsmaßnahme in eine andere Schule verlegt.

Quellen & Weiterführendes:

Kommentare zum Artikel

27.10.2009
markusseyer schrieb:

Auch ein Grund, auf das Handy zu verzichten oder gut darauf aufzupassen. Dieser Beitrag geht davon aus, dass der Spion das Handy vorher zur Verfügung hat, um die Software einzurichten. Aber auch ohne die Software ist das Abhören des Funkverkehrs möglich. Geheimdienste arbeiten mit sogenannten IMSI-Catchern, die sich als Funkzelle zwischen Handy und Funknetz schalten. Die Verschlüsselung des Funkverkehrs ist dann leicht zu knacken.
Wer sich dagegen schützen will, muss das Gespräch zusätzlich verschlüsseln. Z.b. mit dem TopSec GSM von Rohde & Schwarz

26.10.2009
lavofJals (Internetseite) schrieb:

echt krass

Handy abhoeren

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